Zamöra (Antonio de), geb. um 1660 zu Madrid, einer der letzten dramatischen Dichter Spaniens im alten Nationalgeschmack, war Kammer err und Hofdichter Philipps V., sowie Beamter des Indischen Sekretariats und starb vermutlich 1722, in welchem Jahre der erste Teil seiner 40 Komödien erschien (der zweite erschien 1744). Er bestrebte sich, Calderon nachzuahmen, von dem er sich freilich mehr die äußern Vorzüge zu eigen machte. Z. überarbeitete gern Stoffe, welche andere Dichter schon vor ihm auf die Bühne gebracht, gewöhnlich jedoch in der verzerrten und übertriebenen Manier der Comedia de figurono. Sein bestes Stück ist (Mazariegos y Monsalves o5, das im Gegenstande, der Feindschaft zweier vornehmer Familien zu Zamora, Ähnlichkeit mit Romeo und Julien hat. Berühmt ist auch sein Intriguenstück EI hechizado por fuerzav. Auch die Geschichte der Jungfrau von Orléans hat er dramatisch bearbeitet, sowie von neuem und mit vielem Geschmack die Don Juan-Sage nach Tirso de Molinas 4Burlador de Sevillab. Diese seine Bearbeitung, welche den Titel trägt No hay plazo que no se cumpla ni deuda que no se paguè y Convidado de piedra ist das nächste Vorbild der berühmten Oper geworden. Die vier besten Stücke 3.8 stehen im 49. Bande der