Zehdenick, Stadt in der preuß. Provinz Brandenburg, Regierungsbezirk Potsdam, Kreis Templin, an der Havel, 52 km nördlich von Berlin, zählt (1880) 3368, mit den Vordörfern Dammhast und Camp 6138 meist evang. E., ist Sitz eines Amtsgerichts, hat Schiffahrt, Fabriken für Tuch, Lampen und Leder, sowie bedeutenden Holzhandel. Seit 1249 war Z. infolge der Auffindung des Wunderblutes ein sehr besuchter Wallfahrtsort; in dem damals gegründeten Cistercienser-Nonnenkloster befindet sich jetzt ein Stift für adelige Fräulein.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 849Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei