Zeno, oström. Kaiser. Ein geborener Isaurier, mit Namen Traskalissäos, hatte er bei seiner Vermählung mit Ariadne, der Tochter des Kaisers Leo I., mit der seine Einsetzung zum Patricius, wie auch zum Führer der Garde und der asiat. Truppen verbunden war (468 n. Chr.) auch den Namen Z. erhalten. Als der Kaiser im Jan. 474 starb, übernahm Z. die Regentschaft für seinen Sohn Leo und nach dessen Tode im Nov. 474 wurde 3. endlich selbst Kaiser. Zu Anfang seiner Regierung hatte er mit einer gefährlichen Empörung in und bei Konstantinopel (475—477) zu kämpfen, der er erst mit ostgot. Hilfe Meister zu werden vermochte. Nachher aber (478 —487) stand Z. in stetem, oft bis zu offenen Kriege gesteigertem Konflikt mit den damals in Mösien wohnenden Ostgoten, bis er endlich 488 ihren König Theodorich zu bestimmen wußte, gegen Odoaker zur Eroberung Italiens auszuziehen. Nachdem er im J. 482 nur mit sehr geringem Erfolg durch das sog. Henotikon den kirchlichen Frieden Ien werß Monophysiten und Orthodoxen herzustelten versucht hatte, mußte er 483— 488, namentlich in Cilicien und Syrien, einen Aufstand seiner Heerführer Illos und Leontios mühsam unterdrücken. Nach längerer Krankheit erlag Z. 9. April 491 einem Blutsturze.