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ErdkundeBrockhaus 1882

Zeta, Zenta (spr. Seta, Senta), Fluß in Montenegro, entspringt im Thalkessel von Niksic und verliert sich nach kurzem Laufe unter einem Berge, kommt aber auf der Südseite desselben wieder zum Vorschein, fließt südöstlich bei Danilograd und Spuß vorbei und mündet oberhalb Podgorizas rechts in die Morata. Nach dem Flusse wurde im Mittelalter das ganze Küstengebiet von Cetinje bis Skutari Z. genannt, neben dem sich auch noch der aus dem Altertum stammende Name Dioclea oder Duklia erhalten hatte. Es gehörte bis zum Tode Duschans zum serb. Reich, hatte dann selbständige Fürsten aus dem Hause Balsié, später aus dem Hause Crnojewit. Beim Anrücken der Türken floh die Bevölkerung der Z. in die Berge und legte den Grund zum heutigen Montenegro.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 899Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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