Zingarelli (Nicolo Antonio), ital. Komponist, geb. zu Neapel 4. April 1752, Sohn eines Gefanglehrers, wurde auf dem Conservatorio di Loreko gebildet und brachte seit 1781 etwa 40 Opern zur Aufführung, unter denen Romeo e Giulietta⸗ (17%%) für die beste gehalten wird. Nach mehrern Anstellungen in verschiedenen Orten wurde er 1801 als Guglielmis Nachfolger an St. Peter in Rom berufen. Auf seine Weigerung, zur Feier der Geburt des Königs von Rom ein Tedeum singen zu lassen, wurde er von Napoleon nach Paris gerufen. Groß war sein Erstaunen, als er nicht nur keine Strafe, sondern vom Kaiser, der seine Musil liebte, sogar noch Geschenke und den Auftrag erhielt, für die Kapelle eine Messe zu setzen. Inzwischen hatte man seine Stelle bei St. Peter in Rom an Fioravanti vergeben. Er wandte sich deshalb nach Neapel, wo er gegen Ende 1812 anlangte, nach einiger Zeit Direktor der Musilschule San-Sebastiano und 1816 an Paesiellos Stelle Kapellmeister an der Kathedrale wurde. In diesen Amtern verblieb er bis zu seinem 5. Mai 1837 erfolgten Tode. In der Kirchenmusik war er ebenso fruchtbar als in der Oper, aber seine Begabung wies ihn auf die Bühne, wo er mit den Mitteln eines schönen Gesangs und einschmeichelnder Melodie wirkte. Seine Opern erielten dadurch besondern Glanz, daß sie von den sten Sängern seiner Zeit aufgeführt wurden.