Zindak (spr. sin-), in der Mehrzahl Zenadika, ist der Name einer der frühesten gnostischen Sekten im Islam, welche die Seelenwanderung lehrte und demnach das Auferstehungsdogma verwarf. Die 3., auf deren Verwandtschaft mit zoroastrischen Ideen schon der Name hindeutet, erhoben sich in der Mitte des 8. Jahrh. n. Chr. unter dem zweiten abbasidischen Kalißen Abu Dschafar Manssur, welchen sie als Träger der Seele Alis zu betrachten vorgaben. Nichtsdestoweniger ließ dieser Herrscher sie in Anbar, seiner Residenz, ausrotten. Ihr Name lebt im Islam unter der allgemeinen Bedeutung Gottesleugner, Gottloser fort. indal, s. Cendal.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 918Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei