FeedZimnicea (Simnitza)
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Zimnicea (Simnitza), Städtchen in Rumänien, im Distrikt Teleorman, kleiner Hafenplatz an der Donau mit 5000 E. imoccaschwämme, s. u. Badeschwamm. imt oder Kaneel (Canell) heißt ein feines, auch mediz. Zwecken dienendes Gewürz, welches von dem vorzugsweise und am besten auf der Insel Ceylon, aber auch im tropischen Amerika angebauten Zimtbaum (Cinnamomum Ceylanicum) gewonnen wird. (S. Cinnamomum.) Der Bast der letztern nebst der innern Rindenschicht der dreibis fünfjährigen Aste und Stämmchen gibt, getrocknet und in fußlange, papierdünne Röhren gewickelt, deren mehrere ineinander gesenkt sind, den feinen oder ceylanischen Zimt, der seinen eigentümlichen, gewürzhaft-aromatischen Geruch und Geschmack dem ätherischen Zimtöl verdankt, das aus Abfällen der Rinde zu mediz. Zwecken destilliert wird. In den Handel kommit er meist in zentnerschweren Ballen. Zimtlorbeer heißt die wilde Varietät derselben Art. Der Cassienzimt (Cinnamomum Cassia), von der vorigen Art besonders durch elliptisch-spitzliche, in der Jugend graufilzige Blätter unterschieden, wächst in China und Cochinchina und liefert den indischen oderchinesischen oder gemeinen Zimt, auch Zimtcassie genannt, welcher in dickern zusammengerollten Rindenstücken in den Handel kommt und einen viel schärfern Geschmack und weniger feinen Geruch besitzt. Die sog. Zimtblüten sind die kleinen, unreifen, noch von der Blütenhülle umgebenen Früchte des Cassienzimts; sie kommen in Geschmack und Wirkungen mit dem Z. überein, sind jedoch etwas schärfer. Der wenig gebräuchliche weiße Zimt (weißer Kaneel) ist die abgeschälte inde der Canella alba, eines auf den Antillen heimischen Baumes oder Strauchs aus der dikotylen, nach dieser Gattung benannten kleinen Familie der Canellaceen. (S. Canella.) Der weiße Z. kommt in Röhren oder rinnenförmigen Stücken in den Handel, welche auf der Außenseite blaßrötlich, auf der innern weiß sind und einen zimtähnlichen Geruch, sowie einen bitterlichen, scharfaromatischen Geschmack besitzen. Das erwähnte Zimtööl hat eine goldgelbe Farbe, ein spezifisches Gewicht von 1,03, einen lieblichen, reinen, zimtartigen Geruch und einen zuerst süßlichen, dann brennenden und scharfen Geschmack.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 918Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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