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ErdkundeBrockhaus 1882

Zinna, Stadt im preuß. Regierungsbezirk Potsdam, an der Nuthe, 5 km im Nordnordosten der Kreisstadt Jüterbog gelegen, zählt (1885) 1678 E., die Plüsch-und Wollweberei treiben. Friedrich d. Gr. gründete 1764 — 77 den Ort als Weberkolonie in der Nähe des einst sehr reichen Klosters Zinna, welches 1170 von Markgraf Otto I. und dem magdeburgischen Erzbischof Wichmann gestiftet, 1547 säkularisiert und 1680 an Brandenburg gekommen war. In dem Kloster wurde 8. Dez. 1413 zwischen Friedrich I. und Magdeburg ein Schutzbündnis und im Nov. 1449 ein Hauptvergleich zwischen Fried5 II. und Magdeburg geschlossen, welcher die Lehnshoheit des Erzbistums über brandenb. Besitzungen beseitigte. Auch kam daselbst 1667 die Vereinigung zwischen Kursachsen und Kurbrandenburg wegen eines gemeinschaftlichen Münzfußes zu Stande, der nach dem Kloster der Zinnaische Münzfuß hieß, aber nur sß kurze Zeit Geltung hatte. Nach diesem Münzfuße wurde die Mark fein Silber zu 22 Thlr. oder 15 /¾ Fl. ausgemünzt, und galt 1 Thlr. brandenburgisch soviel wie 1 Fl. 45 Kr. sächsisch. innaischer Münzfuß, s. unter Münzfuß. innblech, s. unter Zinn und unter Blech. innbrillanten, s. Faluner Brillanten.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 925Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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