FeedZurita (Geronimo)
GeschichteBrockhaus 1882

Zurita (Geronimo), span. Geschichtschreiber, geb. 4. Dez. 1512 zu Saragossa, erhielt in Alcala eine gründliche Bildung. Während er in öffentlichen Amtern sich n Chronien durchforschte er zugleich die alten span. Chroniken, sowie die ihm zugänglichen Archive und sichtete kritisch die gewonnene Ausbeute. Im J. 1543 wurde er in den Angelegenheiten des Magistrats zu Madrid zu Karl V. nach Deutschland geschickt. Später ward er in den Staatsrat Philipps II. gewählt und sein Sekretär. Als 1547 die aragon. Stände beschlossen, einen Geschichtschreiber des Landes anzustellen, fiel auf ihn die Wahl. Nach langen Vorbereitungen erschienen seine trefflichen KAnales de la corona de Aragon (6 Bde., Sarag. 1562—80), die fort-Basc wurden von d'Argensola und Vincent de lasco-Lanuza (2 Bde., Sarag. 1622). Z. starb 3.Nov. 1580. Bei entschiedenem Talent eines pragmatischen Geschichtschreibers, hemmte ihn doch die Rücksicht auf Philipp II. Z. schrieb ferner wichtige Nachträge und Berichtigungen zu Pedro Lopez de Ayalas Chroniken der castil. Könige (Sarag. 1683). Sein Sohn, Geronimo Z. de Olivan, besorgte von den ersten Bänden der Analeso 1585 eine neue Ausgabe. Das ganze Werk erschien 1610 zu Saragossa in sechs und 1669 in sieben Foliobänden. Ein Auszug von Z. selbst, unter dem Titel elndices rerum ab Aragoniae regibus gestarum ab initiis regni ad annum 14105 (Sarag. 1578), ist wieder abgedruckt in Schotts Hispania illustratas (Bd. 3). Burückhaltun s. u. Abarten.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 969Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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