Zwerchjell t Fürst von Mähren, s. Swatodie scheibenförmige, quer durch die Leibeshöhle gespannte Muskelplatte, welche das Innere des Rumpfes in die Brust⸗ und Bauchhöhle scheidet. Nach oben konvex, nach unten konkav, ist das Z. mit seinem Rande vorn an das untere Ende des Brustbeins befestigt, von wo aus dieser Rand nach beiden Seiten an den Knorpeln der sechs untersten Rippen verläuft und hinten sich mit sechs Muskelbündeln, den sog. Schenkeln (erura diaphragmatis), an die Lendenwirbel ansetzt, sodaß der hinterste Befestigungspunkt bedeutend tiefer liegt als der vorderste. (S. die Tafel: Die Brusteingeweide des Menschen, Fig. II, 19.) Das 3Z. ist ein kreisförmig angeordneter Muskel, dessen eigentliche Muskelmasse in der Peripherie und dessen Sehne im Centrum liegt. In dieser centralen Sehnenplatte (peculum Helmontii) befindet sich eine für die aus dem Unterleibe zum Herzen emporsteigende untere Hohlvene bestimmte Offnung. Weiter nach links wird das Z. von der Speiseröhre durchbohrt, während ganz hinten zwischen den Schenkeln längs der Wirbelsäule die Aorta, der große Lymph-Brustgang und die den obern und untern Teil des Gangliensystems verbindenden Nervenfäden in die Bauchhöhle und zwei Venen aus dieser in die Brusthöhle treten. Das Z. unterstützt als Boden der Brusthöhle das Herz und die Lungen, welche teilweise auf 31.0 ruhen, und dient als Dach der Unterleibshöhle, an welchem die Leber, der Magen und die Milz aufgehangen sind. Bei seiner Zusammenziehung plattet es sich ab, die Brusthöhle wird weiter und infolge davon die Bauchhöhle enger. Das Z. nimmt durch seine unwillkürlichen, ach misch erfolgenden Zusammenziehungen einen wichtigen Anteil am Atmungsprozeß und befördert durch Druck auf die Baucheingeweide deren Entleerung. Krampfhafte Bewegungen desselben sind der Zwerchfellkrampf oder der Schlucken (s. d.).