FeedBischofsmütze
ReligionBau-Lexikon 1881

Bischofsmütze, k. 1. Ueber die Form der bischöf ichen Mitra sowie der dn d Insignien s. in M. M. a. W. — 2. (Wasserb.) B. heißt eine Schutzvorrichtung an den Saugpumpen; sie besteht aus einer eisernen Platte mit fing erhutförmiger, durhlböch erter Erhöhung in der Mitte, wird beim Auspumpen eines Sumpfes an Pumpröhre angeschraubtu. nun in hat dann durch die Löcher Röhre verstopft wird. — Pfaffenmütze (s. d.). — 4. Im eigenthümliche Gestaltung der betr. Art. chaire, f., siége m. d'éveque, tröne épiscopal, engl. bishop's-stool, freedstool, lat. thronus,sedes episcopalis, Cathedra pacis; in den altchristlichen Kirchen stand derselbe hinter dem Altar im Scheitel der Presbyterialnische auf 7 oder 11 Stufen cabhedra gradata), so daß der Bischof die ganze Gemeinde übersehen konnte (vgl. Fig. 221 S. 138), oder auch im Freien auf dem Atrium, am Fuß einer Säule mit einem Christus-oder Marienbild, s. Fig. 598; später, als der Altar in die Apsis gerückt wurde, scheint man nicht recht gewußt zu haben, wo man den B.anbringen solle; nun wechselte er häufig seine Stellung, ja wurde sogar im 8.Jahrh. transportabel als Faltstuhl eingerichtet. Im 12. Jahrh. gewann er wieder feste Stellung zur Linken des Altars, auf der Nordseite des hohen Chors, und nur höchsi selten finden sich Abweichungen. Fast immer zeigt er sich hier begleitet von zwei etwas niedrigeren Sn für die Diakonen. War der Chor von Mauern umgeben, so brachte man in dieselben Nischen für diese drei Sitze (lat. sedilia, ital. sedili) an, bei säulenumschlossenem Chor stehen dieselben frei. In Italien ist meist der mittelste, in England der östlichste Sitz für den Bischof bestimmt, immer aber höher gestellt als die beiden anderen. Bei ganz durchgebildeten Anlagen steht derselbe niedriger als der Altar; romanischen Stils, allgesie die reichere Form eines die Gestalt von Löwen Armlehnen wurden mit Hunde⸗, verziert; die hoch aufstei-Säulchen. Der gothische Stil brachte dazu im 14. Jahrh. noch Thronhimmel und Vo hang. Näheres s. in M. M. a. W.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 388Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 2

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Religion 6