
Farbenreiben, trs. Z., frz. broyer, engl. to grind colours, geschieht bei kleinen Quantitäten auf einem Farbenreibstein, frz. Ecaille, engl. grinding-stone, der aus feinkörnigem Sandstein, lithographischem Stein oder ähnlicher Steinart gemacht sein kann, mit dem Läufer, Farbenlänfer, frz. broyon, engl. brayer, welcher aus Serpentin, Marmor od dgl. besteht. Manzerdrückt, zerstößt und zerreibt die Pigmente erst trocken und setzt dann nach u. nach das Bindemittel zu. Um größere Quantitäten zu reiben, bedient man sich mit mehr Vortheil der Farbenreibmaschine. Es giebt verschiedene Arten derselben. Eine der bequemsten ist die in Fig. 1669 dargestellte. a ist ein Trichter zu Aufnahme der Farbe, b das Gestell zur Befestigung auf einem Tisch od. dgl., e der Läufer, d Räder zu Betreibung des Läufers, e die am Schwungrad bangebrachte Kurbel, keine Feder, die die fertige Farbe abstreicht. Der Läufer besteht aus einem innerlich konisch gezahnten Ring, in dem sich ein ebenfalls gezahnter Kegel, der eigentliche Läufer, wie bei einer Kaffeemühle, bewegt; dieser wird durch eine Feder enger oder weniger eng an den Trichter angedrückt und dadurch größere od. geringere Feinheit des Ma hlens erreicht. Die Reinigung geschieht durch Einschütten und Durchmahlen von Sägespänen. Näheres über diese und andere Reibmaschinen s.in „Fink, Schule des Tünchers “re.