Schießpulver r., zu Herstellung sehr scharfer Abgüsse; s. Abguß, Abschwefeln; zu Vulkanisirung des Kautschuks und der Guttapercha etc.; statt des Bleies zum Eingießen, Vergießen von eisernen Dobeln in Stein etc., s.d. betr. Art.; ferner zu Bereitung verschiedener Kitte, s. d. Art. Kitt; zu Erzeugung einiger Farbestoffe, s. d. Art. Zinnober etc. V. Von den Verbindungen des S.s mit anderen Körpern (deren Zahl sehr groß ist) wollen wir hier nur eine wichtigere zunächst mit Sauerstoff erwähnen. 1. Die unterschweflige Säure, frz. acide byposulfureux, engl. hyposulphurous acid, auch dithionige Säure genannt(S. O½), kommt nicht isolixt vor, sondern nur in Verbindung mit Basen. Das unterschwefligsaure Natron löst frischgefälltes Chlor⸗ und Jodsilber auf, dient daher in der Daguerreotypie zu Entfernung des Jodsilbers, zu Beseitigung des Chlors aus gebleichten Gegenständen (heißt daher Antischlor) etc. — 2. Die schweflige Säure, frz. acide sulfureux, engl. sulphurous acid (S Oz), ein gasförmiger Körper, entsteht durch Verbrennen von S. an der Luft. In der Natur kommt sie unter den Exhalationen der Vulkane vor; sie bildet sich außerdem durch manchfaltige chemische Prozesse, durch Rösten von Schweselmetallen bei Luftzutritt, durch Erhitzen der Schwefelsäuxe mit gewissen Metallen, mit Kohle, S. und organischen Substanzen und dergl. Um schweflige Säure als Gas darzustellen, übergießt man Quecksilber in einem Kolben mit konzentrirter englischer Schwefelsäure und erhitzt. Wenn man sie als wässerige schweflige Säure anwenden will, kann man das Metall durch Holz od. Kohle ersetzen. Man erhält sie aber auch durch Erhitzen von 5⅛ Th. Braunstein mit 4 Th.