Schwefel oder Schwefelerz gebrochen wird. Schwefelhütte, f. Einiges über die hier vorzunehmenden Arbeiten s. u. Schwefel III. Der Schwefel wird aber auch als Nebenprodukt beim Rösten der Erze gewonnen. Wenn auf der Röste (s. d.) Holz aufgeschichtet u. Schwefelkies aufgeschüttet ist, wird angezündet; nach drei Tagen ist es verbrannt. Nach vierzehn Tagen wird die Oberfläche fettig, nun werden 20—25 Löcher hineingestochen (Schwefelfänge) und mit Vitriolklein geebnet, auch unten Luft gemacht, dadurch aber der Brand etwas wieder angefacht. Dadurch sammelt sich der Rohschwefel in den Löchern; dieser kommt in das Schwefelhaus. Hier wird er in einer eisernen Schwefelyfanne bei gelindem Feuer geschmolzen u läuft von da zur Reinigung in einen Kupferkessel. Noch unreine Theile werden durch Destillation im Schwefelläuterofen gereinigt. Statt auf der Röste gewinnt man auch den Schwefel im Schwefeltreibofen (s. d.).