FeedKupferscheidungsprozeß
NaturlehreBau-Lexikon 1881

Kupferscheidungsprozeß (wiederholte Röstung u. Ausschmelzung mit Kohle etc.), wobei man ein mit Schwefelkupfer, Schwefeleisen etc. gemischtes K., den Rothstein, gewinnt; beim zweiten Schmelzen gewinnt man Spurstein (wenig veränderten Rohstein) u. Schwarzkupfer; dieses wird auf einem Herd unter Kohlen, mit Zutritt der Luft, erhitzt, bis Eisen mit dem Schwefel verschlackt ist (Garprozeß). Durch Aufspritzen von Wasser auf die Oberfläche des Metalls entstehen Kupferscheiben, frz. rosebte, f. engl. Coper-CAke; b) durch Cementation, d. h. Ausscheidung des im Kupfervitriol (Cementwasser) enthaltenen K.s durch Einlegen von Eisen oder auch durch Fällen auf galvanischem Wege⸗ Um K. aus abgerösteten Kieseln auszuziehen, soll man sie mit Eisenvitriol vermischen und kurze Zeit bei Rothglühhitze kalziniren, bis das Eisenvitriol in Eisenoxydübergegangen ist; das dabei entstandene schwefelsaure Kupferoxyd wird ausgelaugt u. das K. niedergeschlagen. Wenn das Kupfererz erhebliche Mengen von Thonschiefer od. Thon enthält, befeuchtet man es mit konzentrirter Schwefelsäure, läßt es 24 Stunden stehen und kalzinirt dann gelinde. Das entstehende schwefelsaure Salz laugt man aus. In den Handel kommt es als Garkupfer (Rosettenkupfer), gekörntes Hammergrankpfer (Platten⸗ oder Barrenkupfer) sowie als

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 247Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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