FeedTalgschmelzung
TechnikBau-Lexikon 1881

Talgschmelzung, k., ist meist mit Seifensiederei verbunden, wird jedoch auch als selbständiger Geschäftsgang betrieben. Das Lokal dazu sollte stets feuerfest sein. Die Abführung der Dämpfe und Riechstoffe, welche sich sowohl beim nassen als beim trockenen Schmelzen des Talges mit Dampf oder über freiem Feuer entwickeln, geschieht am sichersten mittels eines Rohres nach dem Schornstein einer stets im Gang befindlichen Feuerung. Wo trocken geschmolzen wird, muß der Deckel des Talgkessels von starkem Eisenblech u. mit einem Einschnitt für das Rührscheit versehen sein. Wegen des Ausschöpfens des geschmolzenen Talges muß der Deckel ferner aus zwei, durch ein Scharnier mit einander verbundenen Theilen bestehen. Wo man die Kosten nicht scheut, sind die Schmelzeinrichtungen mit gespanntem Dampf die praktischsten.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 307Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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