Wachholder, m. (Bot.), frz. genévrier, m., engl. Junipertrée, geneva (Juniperus, Fam. Nadelhölzer, Coniferae). a) Gemeiner W. (J. communis), auch Feuerbaum, Krammets, Kronwitt, Kanick, Reckholder, Jachandel, Kranzwich, Steckbaum, Düxenstaude etc. genannt; hat wohlriechendes, balsamisches Harz. Das Holzist sehr feinjährig, fest, hart, schwer, elastisch, zähe, fast unverweslich und dem Wurmfraß nicht ausgesetzt; das starke Holz wird zu Tischler⸗ und Drechslerarbeiten verwendet, läßt sich jedoch schwer bearbeiten u. reißt oft ein, weil es häufig sehr ästig und in Menge mit aromatischem Oel durchdrungen ist. Der Splint ist weißlich oder weißgrau, das reife Holz gelbröthlich oder gelbbraun, schön geadert. b) Der stinken de W. (J.sabina) od. Sadebaum, hat sehr festes, langfeinfaseriges und röthliches Holz. e) Der spanische W. (J. Oxycedrus), Wachholderceder, dem echten Cedernholz sehr ähnlich. Er ist im Gebiet des Mittelmeeres einheimisch, ward ehemals zum Anfertigen der Götterbilder und architektonischen Zierden an Tempeln bevorzugt, daher auch Götterbaum genannt. d) Der virginische W. (J. virginiana), rothe Ceder; das rothe Holz benutzt man zu Zimmertäfelungen, Fußböden, Tischen, Bleistiften etc.; es ist gleich dauerhaft in Luft, Erde und Wasser, wird von Holzwürmern nicht angegriffen, es ist karmesinröthlich, oft dunkler geflammt, im Splinte weißgelblich, feinlangfaserig, fest, dauerhaft und sehr wohlriechend. Vgl. d. Art. Ceder 7. u. Cedernholz. e) Bermudas-W. (J. Bermudiana), auch Bermudasceder genannt, auf den Bermudasinseln einheimisch, liefert röthliches, leichtes Holz, das vielfach als Cedernholz zu Bleistiften und Cigarrenkästen verarbeitet wird.