
Walzwerk, n., frz. Iaminoir, m., engl. rolling-mill, Etablissementzu Erzeugung des Walzeisens; die Walzhütte, enthält außer den nöthigen Herden einige Hämmer und Scheren zum Zertheilen der Teule etc., vor allem die Walzmaschine. Wir geben in Fig. 3494 eine solche mit Zänge⸗, Präparir⸗ und Blechwalzen. In dieser Figur bedeutet: 4 Walzengerüstständer, b Bolzen zum Zusammenhalten derselben, e Präparirwalzen, d Blech⸗ oder glatte Hartwalzen, e Schrauben, e“ die Muttern derselben, k Kuppelungswellen, g Kuppelungsbuchsen, hKuppelungsräder, 1 Ständer für die Achsen der Räder, K Schrauben zur Befestigung der Kopfstücke, Im Sohlplatten, Schwellen, 0 Schrauben zum Zusammenhalten der Schwellen. Da die zwei wägrecht über einander liegenden Walzen kr sich mit gleicher Oberflächengeschwindigkeit, entgegengesetzt, jede um ihre Achse drehen, so wird das dazwischen geschobene Materialeisen zusammengepreßt, in der Richtung der gemeinschaftlichen Walzenoberflächentangente durchgeführt, und dabei je nach der Form der in dem gewählten Walzenpär angebrachten Einschnitte, franz. cannelures, engl. grooves, gestaltet. Die Walzen haben nun außer den hier dargestellten oft noch ganz andere Formen, sind auf andere Art kalibrirt, srz. eylindres cannelés, engl. groovedrolls. Im allgemeinen unterscheidet man a) Präparirwalzen, auch Luppenwalzen, Puddel⸗ od. Zängwalzen genannt, frz. eylindres ébaucheurs, préparateurs, eingleurs, cylindres à eingler, engl. roughing-rolls, puddlere roll's, blooming-rolls od. eylinders, zu Vorbereitung des gefrischten Eisens; zu diesen gehören auch die Walzen des Vorwalzwerks für Rohschienen, franz. Cylindreés dégrossisseurs, engl. roughing-down-rolls; b) Stabeisenwalzen, auch Stabwalzen, Reckwalzen, Streckwerk etc., frz. C. korgeurs étireurs, engl. merchant-rolls oder rollers, bar-rolls, zum Walzen des unter dem Hammer oder unter den Präparirwalzen vorbereiteten Eisens zu Quadrat⸗ oder zu flachen Stäben; 6) Schneidwalzen, frz. C. fendeurs, engl. slitting-rollers, bilden das Eisenspaltwerk, zum Zerschneiden der gewalzten breiten Platinen in schmales Schneideisen; d) Blechwalzen, frz. o. töle, engl. plate-rolls; e) Drahtwalzen, franz. c. à ll, engl. wire-rolls. f) Fertigwalzen, Vollendwalzwerk, frz. C. EHnieseurs, engl. finishing-rolls, und andere Formwalzen; g) Polirwalzen, frz. e. à polir, engl. burnishingrolls. Am besten werden alle diese einzelnen Walzgerüste in der Reihenfolge, wie sie gebraucht werden, hinter einander in einem großen Raum aufgestellt, an dessen einer Langseite hin die Gans⸗, Schweiß⸗, Streckherde etc. sich; reihen, auf welchen das Eisen zum Walzen vorbereitet wird. — 2. W. zum Zerkleinern der Erze, frz. broyeur, engl. erushing-mill, grinder, Chat-roller, s. Quetschwerk. — 3. f. v. w. Pulvermühle.