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GeschichteBrockhaus 1882

Kallisto, Tochter des arkad. Königs Lykaon und Gefährtin der Artemis (Diana), wurde von Zeus geliebt, aber von Artemis, als dieselbe beim Baden ihre Schwangerschaft entdeckt hatte (leine Scene, die von Malern der Renaissance, wie Tizian und Rubens, mit Vorliebe dargestellt wurde), in eine Bärin verwandelt, worauf sie von Zeus als Bärin (Arktos, Ursa), wie später ihr Sohn Arkas als Bärenhüter (Arktophylax), unter die Gestirne versetzt wurde. Nach einer andern Überlieferung bewirkte Hera die Verwandlung. K. wurde als Bärin eingefangen und mit ihrem Kinde zu Lykaon gebracht. Dort begab sie sich einmal in das Heiligtum des lykäischen Zeus, welches nicht betreten werden durfte, und sollte getötet werden, wurde aber von Zeus mit ihrem Sohne unter die Sterne versetzt. Ursprünglich ist K. ein Beiname der Artemis, die durch ihn als „Schönster bezeichnet wird.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 38Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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