Kältestarre nennt man in der Botanik denjenigen Zustand der Pflanzen, welcher bei niedriger Temperatur eintritt und dadurch charakterisiert ist, daß gewisse Bewegungserscheinungen der Pflanze sistiert werden, ohne daß jedoch ein wirkliches Absterben stattfindet. Nach Wiedereintritt normaler Temperatur kann die Pflanze auch normal weiter leben, wenn ein bestimmtes Temperaturminimum nicht überschritten worden ist und die Einwirkung der Kälte nicht zu lange gedauert hat. Für die Pflanzen verschiedener Klimate ist natürlich die Temperatur, bei der die K. eintritt, eine sehr verschiedene. Während z. B. bei der Sinnpflanze (Mimosa pudica) schon bei 4 15. C. die Bewegungsfähigkeit sistiert wird, tritt bei in Deutschland einheimischen Pflanzen die K. erst bei erheblich niederern Temperaturen ein. Kaltguß nennt man fehlerhafte Gußstücke, deren innerer Zusammenhang infolge von Unterbrechungen beim Gießen ein unvollkommener ist, sodaß beim Schlagen mit dem Hammer u. s. w. an den betreffenden Stellen eine Trennung erfolgt.