Karlsburg (ungar. Käroly- oder Gyula-Pehérvär, d. i. Alba Julia oder Belgrad, oder Weißenburg), Stadt und Festung am rechten Marosufer in Siebenbürgen, Komitat Unterweißenburg, Staetion der Linien Arad-K. und Tövis-K. der Ungarischen Staatsbahnen, besteht aus der auf felsiger Anhöhe gelegenen Festung und aus der am Fuße des Bergs südwestlich liegenden Stadt, ist Sitz des lat.⸗kath. Bischofs von Siebenbürgen, hat zwei Klöster, eine theolog. Lehranstalt und ein Obergymnasium und zählt (18880) 7338 E,, Ungarn, Deutsche und Rumänen. In der Kathedralkirche fsind die Gräber der Hunyaden, der siebenbürg. Fürsten, des Kardinals Martinuzzi u. a. K. hat bedeutenden Getreide⸗ und Weinbau und Biehzucht. Die Festung wurde 1715 nach einem Plane rmißt, sind unter E aufzusuchen. des Prinzen Eugen von Savoyen angelegt und nach Kaiser Karl VI. benannt. In den J. 1848—49 hatte der Platz eine lange Belagerung zu überstehen. In der Nähe lag die röm. Kolonie Apulum.