Karlstadt (kroat. Karlovac), königl. Freistadt und Festung im kroat. Komitat Agram, am Einsluß der Korana in die Kulpa, welche hier schiffbar wird, und an der Linie Zäkany-Fiume der Ungarischen Staatsbahnen, hat 5175 E. und ist Sitz des nach ihr benannten griech.⸗orient. Bistums; der Bischof residiert jedoch in dem 47 km im SSW. von K. gelegenen Flecken Plaski im Distrikt Ogulin-Szluin. Die Stadt hat mehrere 1 und eine griech.-orient. Kirche, ein Franziskanerkloster, Untergymnasium, Oberrealschule und eine serb. (griech.⸗orient.) Lehrerpräparandie. Sie betreibt lebhaften Produktenhandel, namentlich mit Wein, Spirituosen, Getreide und Mehl. Die Umgebung ist rauhes, doch romantisch schönes Gebirgsland.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 140Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei