FeedKarlowitz (ungar. Karlocza)
ErdkundeBrockhaus 1882

Karlowitz (ungar. Karlocza), Stadt in Kroatien-Slawonien, im ehemaligen Peterwardeiner IaemerDtudion der am rechten Donauufer gelegen, Station der Linie Budapest-Semlin der Ungarischen Staatsbahnen, mit 5000 serb. griech.⸗orient. Konfession, ist besonders durch den ausgezeichneten Wein berühmt, der auf den umliegenden Höhen gebaut wird. Der Wein, namentlich der rote, zählt zu den besten und stärksten in osterreich und wird auch vielfach ins Ausland geführt, ebenso der karlowitzer Wermut. K ist der Sitz des griech.⸗orient. Patriarchen und Metropoliten der Serben und hat eine griech.⸗theol. Lehranstalt und ein Obergymnasium. Auch versammelte sich hier der Nationalkongreß und die Synode der serbischen griech.⸗orient. Kirche. In den Revolutionsjahren 1848—49 war K. ein Hauptsitz der serb. Erhebung gegen Ungarn. Historisch berühmt ist die Stadt durch den hier 26. Jan. 1659 auf 25 Jahre abgeschlossenen Karlowitzer Frieden zwischen Österreich, Rußland, Polen un Venedig einerseits und der Pforte andererseits.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 135Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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