Kaupert (Gustav), Bildhauer, geb. 4. April 1819 in Kassel, empfing zuerst als Graveur bei seinem Vater Unterricht, besuchte dann die Kunstschule in Kassel, hierauf die Akademie in München. Hier war Schwanthaler sein Meister, an dessen Werken (so am Mozart-Monument für Salzburg) er sich beteiligte. Eine Gruppe in Marmor, der Löwenbändiger, ermöglichte ihm die ital. Reise und hier, in Rom, abermals ein gewonnener Preis die Fortsetzung seiner Studien bei San Luca. Nun erhielt er bedeutiende Aufträge, vornehmlich für Amerika. Für Washington schuf er Figuren des Staatspalastes, auch für das Denkmal Washingtons hatte er eine große Partie auszuführen. Gleichzeitig beschäftigten ihn Schöpfungen lyrischen, mytholog. oder allegor. Inhalts, wie eine Marmorgruppe der Mutterliebe, eine Susanna im Bad, ein Amor, eine Lorelei, eine Engelsgestalt als Grabdenkmal re. Nachdem K. 1867 Lehrer der Skuiptur am Städelscuf Institut in Frankfurt a. M. geworden war, 1 er noch eine Victoria für den Triumphbogen Frankfurt, das aus einem schlafenden Löwen bestehende Hessendenkmal in der Karlsaue zu Kassel, Büsten von Börne und Gutzkow etc.