Kellgren (Johan Henrik), schwed. Dichter, geb. 1. Dez. 1751 im Pfarrhause zu Floby in Westergötland, studierte auf der Universität zu Abo und begab sich 1777 nach Stockholm, wo er 1778 die Zeitung «Stockholms Posteno begründete. Der König ernannte ihn 1780 zum königl. Bibliothekar, 1785 zu seinem Privatsekretär und 1786 bei der Stistung der Schwedischen Akademie 5 deren Mitgliede. Doch starb er schon 20. April 1795. K. ist als der größte Dichter seiner Nation aus der ältern franz. Schule anerkannt. Als Lyriker steht er am höchsten. Zwar besaß er keine mächtige Phantasie, wohl aber warmes Gefühl und eine unnachahmliche Grazie bei melodischer Sprache. Andere seiner Dichtungen sind durch Witz 10 Tragddien Auf einer niederern Stufe stehen seine Tragödien, deren Plan zum Teil Gustav III. entwarf. K.s Samlade Skriftero (3 Bde., Stockh. 1796; 3. Aufl. 1811; 3 Bde., Orebro 1837—38; 4. Aufl. 1860) erschienen erst nach seinem Tode; seine KProsaischen Schriftenv wurden von Lappe (Neustrel. 1801) ins Deutsche übersetzt.