Kersantit oder Kersanton, ursprünglich die Lokalbezeichnung für ein zu vielen Bauzwecken benutztes Gesteinsvorkommnis der Bretagne, neuerdings vielfach als Synonym für Glimmerdiorit verwandt, d. h. für eine Felsart, welche in erster Linie aus Plagioklas und Magnesiaglimmer besteht, wozu sich noch Augit, Hornblende, Calcit, Erzkörnchen u. s. w. gesellen. Der K. besitzt dunkle Farbe, sehr feines Korn, manchmal große Zähigkeit und pflegt in der Form von schmalen, weithin ziehenden, eruptiven Gängen aufzutreten, z. B. vielorts in den krystallinischen Schiefern des Erzgebirges, im Oberharz, in Nassau, den Vogesen, der Bretagne, in dem niederösterr. Waldviertel, Asturien.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 244Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei