Kiefer (maxilla), in der Anatomie diejenigen Knochen, welche bei den Säugetieren und den Menschen den untern Teil des Gesichts bilden und die Zähne tragen. Man unterscheidet den Oberlüefer, der fest mit dem Schädel verbunden ist, und den beweglichen Unterkiefer. Die beiden symmetrisch gestalteten Knochen des Oberkiefers (ossa maxillaria superiora) bestehen aus einem mittlern hohlen Teil, dem sog. Körper, welcher drei Flächen oder Wände besitzt: eine obere horizontale, in der Augenhöhle gelegene (Augenhöhlenwand), und zwei senkrechte, sich unten im
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 260Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei