Kiesewetter (Rafael Georg), musikalischer Schriftsteller, geb. 29. Aug. 1773 zu Holleschau in Mähren, kam 1801 zu dem k. k. Hofkriegsrate nach Wien, wo er, 1807 zum Hofrat befördert, die Stelle als Referent bis 1845 bekleidete. Er starb 1. Jan. 1850 in Baden bei Wien. K. schrieb: Die Verdienste der Niederländer um die Tonkunstv EUlmsterd. 1828), Geschichte der europ.-abendländ. Musiko (Lpz. 1834; 2. Aufl. 1846), Uber die Musik der Neugriecheno (Lpz. 1838), Die Musik der Araberv (Lpz. 1812), (Guido von Arezzoy (Lpz. 1840), „Der weltliche Gesang vom frühen Mittelalter bis zur Ersindung des dramatischen Stils (Lpz. 1841). Seine wertvolle Partiturensammlung alter Musik, von welcher er selbst einen Katalog (2 Bde., Wien 1847) herausgab, fiel der k. k. Hofbibliothek zu Wien anheim. „Kiestein (Gravidin), feines farbloses Wölkchen, welches häufig im Harn infolge der beginnenden Zersetzung entsteht und oft auf der Oberfläche ein zartes durchsichtiges Häutchen bildet, früher irrtümlich als Zeichen der Schwangerschaft angesehen.