FeedKlangfarbe
MusikBrockhaus 1882

Klangfarbe oder kurzweg Klang (das franz. timbre) bezeichnet das Qualitative eines Tons. Schon frühzeitig wußte man, daß die Höhe eines Tons von seiner Schwingungszahl, die Stärke eines Tons von der Weite seiner Schwingungen abhänge, aber der Klang, d. i. das eigentümliche Unterscheidende gleich hoher Töne verschiedener musikalischer Instrumente, blieb unerklärt, bis G. S. Ohm (1843) aussprach und Helmholtz (Die Lehre von den Tonempfindungen v, Braunschw. 1863; 4. Aufl. 1877) nachwies, daß die K. eines Tons davon herrühre, daß jeder Klang aus mehrern Tönen zusammengesetzt sei, deren Höhe meist wie die Zahlen in der natürlichen Reihe (1, 2, 3, 4 u. s. w.) wachse; der erste dieser Töne ist in der Regel weitaus der stärkste, er ist der Grundton, nach dem man sich beim Stimmen richtet. Je nach der Anzahl und verschiedenen Stärke der jenen Grundton begleitenden Partial- oder harmonischen Obertöne wechselt die K.; die Partialtöne des Klangs werden mittels eigens gestimmter Hörrohre oder Resonatoren ausgesucht (S. Schall und Ton.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 318Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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