Kleonhmos, Sohn des Königs Kleomenes II. von Sparta, wurde nach dem Tode seines Vaters (310 v. Chr.) wegen seines gewaltthätigen Charakters zu Gunsten seines Neffen Areus J. von der Thronfolge ausgeschlossen, und spielte nun viele Jahre in dem unruhigen Zeitalter der Diadochen und Epigonen eine Rolle als militärischer Abenteurer in Unteritalien, im Jonischen und Adriatischen Meere und in Griechenland. Zuletzt ein Parteigänger des epirotischen Königs Pyrrhus, beredete er diesen 272 zu einem Angriff auf Sparta, der ihm endlich die Herrschaft verschaffen sollte. Nach dessen Mißlingen verschwindet K. aus der Geschichte.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 337Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei