Kleomenes II., der Sohn des Kleombrotos I. (Eurysthenide), regierte seit 370 v. Chr. fast 61 Jahre, ohne etwas Außerordentliches zu leisten. Wichtiger ist Kleomenes III., Sohn des Leonidas II., von festem Charakter und hoher Begeisterung für sein Vaterland, dessen alte Macht und Größe er wiederherzustellen suchte. Mit 19 Jahren, seit 235 v. Chr. König, stürzte K. nach einigen glücklichen Kämpfen mit dem Achäischen Bunde 226 gewaltsam das Ephorat und die Oligarchie, stellte die gemeinschaftlichen Männermahle und einfache Jugenderziehung wieder her und nahm eine neue Verteilung des Grundbesitzes in gleiche Teile vor, wobei er selbst sein eigenes Vermögen willig zum Opfer brachte. Dann vermehrte er die Spartaner durch Aufnahme von Periöken bis auf 4000 Hopliten, organisierte das Heerwesen neu und setzte 225 den Krieg gegen die Achäer fort, um die Hegemonie im Peloponnes zu gewinnen. Als aber jene 223 den König von Macedonien, Antigonus Doson, zu Hilfe riefen, wurde K. in der mörderischen Schlacht bei Sellasia 222 v. Chr. gänzlich geschlagen und floh nach Alexandria zum König Ptolemäus III. Euergetes, der ihn freundlich aufnahm. Nach dem plötzlichen Tode desselben wurde er von dessen unwürdigem Sohne und Nachfolger, Ptolemäus IV. Philopator, wegen unvorsichtiger Außerungen ins Gefängnis geworfen und gab sich nach einem mißlungenen Aufstandsversuche 219 v. Chr. selbst den Tod. Außerdem sind noch zwei athenische Künstler Kleomenes zu nennen, die zur Zeit des Augustus lebten, und von denen der eine, wohl der Vater des andern, der Meister der Mediceischen Venus ist, falls die Inschrift nur überarbeitet oder wenigstens eine Kopie der alten echten ist.