Kodros, König von Athen, Sohn des aus Pylos eingewanderten Melanthos, rettete nach der sagenhaften überlieferung (der üblichen Chronologie nach um 1066, nach besserer Rechnung erst tief im 10. Jahrh. v. Chr.) durch freiwillige Aufopferung sein Vaterland. Als nämlich in den Zeiten der Wanderungen die Dorer vom Peloponnes her zur Eroberung von Attika ausgezogen waren, und das delphische Orakel ihnen erklärt hatte, daß sie siegen würden, wenn sie den König von Athen nicht töteten, verkleidete sich K. als Bauer, erschlug einen der Feinde und wurde darauf von diesen getötet. Von seinen Söhnen, welche um den Thron stritten, wurde der eine, Medon, nach der Sage unter denn rmißt, sind unter C aufzusuchen. Vorgeben, daß keiner würdig sei, einem Manne wie K. als König zu folgen, zum lebenslänglichen Archon ernannt. In Wahrheit hat jedoch das athenische Königtum bis 752 v. Chr. bestanden.