Knight (Charles), engl. Verleger und Schriftsteller, geb. 1791 zu Windsor, wo sein Vater Buchhändler war. In Verbindung mit demselben gründete er 1811 den Windsor and Eton Expressv, den er bis 1827 fortsetzte. Im J. 1824 siedelte er mit seinem Buchhändlergeschäft nach London über und ließ hier Knight's Quarterly Magazine erscheinen. Besonders verdient machte er sich seit 1827 als Herausgeber der von der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Kenntnisse unternommenen Publikationen, namentlich des «Penny Magazinen (1832—45) und der Penny Cyclopaedia (30 Bde., 1833 -58). Er schrieb eine der besten Biographien Shakspeares (Lond. 1843) und gab dessen Werke mit Kommentar (8 Bde., Lond. 1839 —43) heraus. In besonderm Abdruck aus diesem Pictorial Shakspeares erschienen die Studies of Shakspearen (Lond. 1849). Außerdem hat er eine «Popular history of Englando (neue Aufl., 8 Bde., Lond. 1876), &The pictorial Bible⸗ (4 Bde., 1838), Londono (6 Bde., 1841 -44) und mehrere encyklopäd. Werke, darunter die National Cyclopaediao herausgegeben. Von seinen auf die Geschichte des engl. Buchhandels bezüglichen Schriften sind «The old printer and the modern press“ (Lond. 1854) und «Shadows of the old booksellers „ (Lond. 1865; 2. Aufl. 1872) zu erwähnen. Eine Autobiographie gab er in WPassages of a working lifes (3 Bde., Lond. 1863—65; neue Aufl. 1873). K. starb 9. März 1873. XMnille (Otto), Maler, geb. zu Osnabrück 10. Sept. 1832, widmete sich auf der düsseldorfer Akademie der Historienmalerei, wo einige geschichtliche Kompositionen entstanden. Hierauf unternahm K. eine Studienreise nach Paris, lebte dann vier Jahre in München, später in Italien, und ließ sich 1865 in Berlin nieder. Hier gewann er rasch an Bedeutung, namentlich durch sein Aufsehen erregendes großes Gemälde Tanhäuser bei Frau Venus (Nationalgalerie). Für die Königin von Hannover führte er die Wandbilder des Schlosses Marienburg bei Nordstemmen aus, in denen er den Sagenkreis der Wartburg und andere thüring. Mythenkreise verherrlichte. Zu seinen bedeutendsten Leistungen ge-Ehr die malerische Ausschmückung der Universitätsibliothek in Berlin, in deren vier großen Bildern er Athen für das klassische Altertum, Paris (Sorbonne) für das scholastische Mittelalter, Wittenberg (Luther und seine Zeitgenossen), Weimar (Schiller, Goethe, Herder, Wieland u. s. w.) zum Gegenstande nahm. Seine Disputation von Lehrern der Sorbonne vor Ludwig dem Heiligen ist in der berliner Nationalgalerie. Seit 1874 ist K. Professor an der berliner Akademie.