FeedKnjashnin (Jakow Borissowitsch)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Knjashnin (Jakow Borissowitsch), 1 „Dichter, geb. 14. Okt. 1740 zu Pskow, erhielt zu Petersburg seine Bildung, diente hierauf zuerst im Kollegium des Auswärtigen und trat dann in die Armee. Später verließ K. den Dienst, um sich ausschließlich mit Litteratur zu beschäftigen, schlug aber bald wieder die öffentliche Laufbahn ein. Im J. 1783 wählte ihn die petersburger Russische Akademiezu ihrem Mitgliede, und er nahm an der Abfassun des von dieser herausgegebenen Wörterbuchs teil. Auf Begehren der Kaiserin übersetzte er Metastasios Clemenza di Titod. Er hat außerdem mehrere Tragödien und Komödien geschrieben, in vollem pseudoklassischen Stil und unter offenbarem Einflusse der franz. Vorbilder. Sein bestes Werk ist «(Wadimo, in welchem er die Durch er aber Größe Nowgorods verherrlichte, wodurch er aber in den Verdacht revolutionärer Gesinnungen kam und sich eine an. 14791, 5 zuzog. Er starb bald darauf 25. Jan. 1791. Von K.s Werken erschienen vollständige Sammlungen (4 Bde., Petersb. 1787; 4. Ausg., 2 Bde., Petersb. 1848).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 369Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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