FeedKobalterze
NaturlehreBrockhaus 1882

Kobalterze, zum Teil nach geheim gehaltenem Verfahren dargestellt. Sie bestehen aus sehr wechselnden Gemengen von Kobaltoxydul mit andern Metalloxyden, die partiell an Arsen gebunden sind. Man bezeichnet sie als Zaffer, Saflor oder Kobaltsaflor, und je nach ihrem Reichtum an Kobalt als ordinär, mittel, fein, feinst, wofür die Fabrikmarken 0O8, MS, I'S, EEs gelten. ißt, sind unter C aufzusuchen. d) Kobaltzinkoxyd, Rinmanns Grün, Kobaltgrün, Zinkgrün, entsteht beim Vermischen von feuchtem kohlensauren Kobolt mit Zinkoryd im Verhältnis von 1 bis 1½ Kobaltoxydul auf 9 bis 10 Teile Zinkweiß, Trocknen und Glühen als schön grüne Farbe, deren Intensität dem Gehalt an Kobaltoxydul proportional ist. Es dient als + Wasser⸗ und Olfarbe und ist wegen seiner eständigkeit zu empfehlen; durch die Abwesenheit des Arsens kann es als Ersatzmittel für Schweinfurter Grün vorteilhaft verwandt werden. e) Kobaltoxydul-Thonerde, Thenards Blau, Königs⸗, Kobalt⸗, Leidenerblau, Kobaltultramarin. Blaue, gegen Säuren vollständig widerstandsfähige Farbe, die aber bei Lampenlicht schmutzig-violett erscheint, entsteht durch Vermischen der Lösungen von 100 Teilen Alaun und 5 bis 10 Teilen Kobaltsulfat, Verdampfen zur Trockne und anhaltendes Glühen des Rückstandes. 1) Kobaltoxydul-Zinnoxyd,‚ s. Cöruläum (Bd. IV, S. 621). 2) Kobalt und Schwefel: Einfach⸗-Schwefelkobalt, Kobaltsulfür Co8 fällt als schwarzer Niederschlag beim Vermischen von Kobaltoxydulsalzen mit Schwefelammonium. Dasselbe ist (ebenso wie das Nickelsulfür) in verdünnter Salzsäure unlöslich und unterscheidet sich dadurch von Schwefeleisen,Mangan, Zink. Das kommt als Kobaltkies in oktraädrischen Krystallen als Kobalterz vor. 3) Ko balt und Arsen: Zweifach-Arsenkobalt Co As, ist das Mineral Speiskobalt; Dreifach-Arsenkobalt Co As; ist das Mineral Tesseralkies; Arsenschwefelkobalt Co As8 ist das Mineral Kobaltglan 4) Kobalt und Chlor:

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 381Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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