Kohn (Salomo), belletristischer Schriftsteller, geb. 8. März 1825 1 Prag, jüd. Abkunft, studierte daselbst Mathematik und übernahm 1863 das Geschäft seines Vaters. Einen bedeutenden Erfolg errang er durch die Erzählung 4Gabriel o, die er für die Sammlung jüd. Geschichten ASippurim⸗ (Prag 1853; 2. Aufl., Jena 1875) schrieb. Sie wurde in mehrere Sprachen übersetzt, während sie im Original zunächst fast unbekannt blieb. Erst 1872 nahm K. seine schriftstellerische Thätigkeit wieder auf mit dem Roman ⸗Spiegel der Gegenwarte (3 Bde., Jena 1875). Ferner schrieb er den histor. Roman «Die Starkeno (Bresl. 1878), «Die Silberne Hochzeit' (Lpz. 1882), «Prager Ghettobilder» (Lpz. 1882) u. s. w. Koehne (Bernh., Freiherr von), Archäolog, Numismatiker und Heraldiker, geb. 4. Juli 1817 in Berlin, studierte daselbst und in Leipzig, habilitierte sich dann an der berliner Universität und wurde 1844 als Konservator des Münzkabinetts der Eremitage nach Petersburg berufen. Seit 1857 ist er auch Vorstand der heraldischen Abteilung im Departement der Heraldik des Dirigierenden Senats. Die Abteilungen der Eremitage hat K. fast sämtlich wissenschaftlich geordnet und beschrieben; von seinem Katalog der Gemäldegalerie erschien 1862 eine neue Gechicht Er veröffentlichte ferner: Beiträge zur Geschichte und Archäologie von Cherronesus in Taurieno (Petersb. 1848), das Prachtwerk Description du musée Kotschoubeyy, wofür er 1856 die goldene Medaille des Französischen Instituts erhielt; Notice sur les sceaux et les armoiries de la Russiep (Tl. 1, Berl. 1861),«lüber den Doppeladlero (Berl. 1871), Berlin, Moskau, St. Petersburg 1649—1743 (Berl. 1882). Außerdem gab er seit 1842 numismatische Zeitschriften heraus. ohobation nennt man eine bei der Gewinnung der ätherischen Ole in Anwendung kommende Operation, welche darin besteht, daß das einmal mit der Pflanzensubstanz destillierte Wasser von neuem benutzt wird, um mit frischer Pflanzensubstanz destilliert zu werden. Hierdurch wird eine Bereicherung an ätherischem Öl erreicht, die schließlich zur Abscheidung des Ols führt. Neuerdings kommt die K. in dieser Form nur noch selten zur Verwendung, da die meisten ätherischen Ole nicht mehr durch Destillation mit Wasser, sondern durch Destillation im Dampfstrome gewonnen werden, wobei sie, nebst verhältnismäßig wenig verdichtetem Wasser, von vornherein in konzentrierter Form erhalten werden. Das hierbei verdichtete Wasser wird dann für sich destilliert und läßt in den ersten Anteilen die Gesamtmenge des gelösten Ols übergehen. Diese Abscheidung des Ols aus dem Wasser bezeichnet man ebenfalls als K.