FeedKühne (Ferd. Gustar)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Kühne (Ferd. Gustar), Romanschriftsteller und Kritiker, geb. 27. Dez. 1806 in Magdeburg, studierte in Berlin, redigierte 1835—42 in Leipzig die Zeitung für die elegante Welt», später (bis 1859) die Wochenschrift Europav. Seit 1856 lebt er in Dresden. Im J. 1884 wurde K. von einem schweren Gehirnleiden befallen. Die litterarische Laufbahn betrat K. mit Movelleny (Berl. 1831), denen (Eine Quarantäne im Irrenhausev (Lpz. 1835) folgte. In letzterm Werke bekundet er seine Verwandtschaft mit dem Jungen Deutschlando. K.3 spätere Romane, wie die «Klosternovelleno (2 Bde., Lpz. 1838; 2. Aufl. 1862), „Die Rebellen in Irland » (3 Bde., Lpz. 1840; 2. Aufl. 1863) und „Die Freimaurero (2 Bde., Lpz. 1855, 2. Aufl. 1867), zeugen von gründlichen histor. Studien. Außerdem veröffentlichte K. Weibliche und männliche Charaktere (2 Bde., Lpz. 1838), «Porträts und „Silhouetten „ (2 Bde., Hannov. 1843), Deutsche Männer und Frauen » (Lpz. 1851; 2. Aufl. 1863), sowie mehrere gelungene Städte⸗ und Landschaftsbilder. Die Schrift Mein Tagebuch in bewegter Zeito (Lpz. 1863) behandelt die J. 1848 -50. Seine Gedichte hat K. im ersten Bande seiner Gesammelten Schrifteno (10 Bde., Lpz. 1862—67) vereinigt. Später erschienen noch Romanzen, Legenden und Fabelno (Dresd. 1880), «Röm. Sonette⸗ (Lpz. 1869), ferner (Christus auf der Wanderschaft⸗ (Lpz. 1870) und (Wittenberg und Rom. Klosternovellen aus Luthers Zeit » (3 Bde., Berl. 1877).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 656Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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