Kolöphon, eine der ion. Zwölfstädte, an der Küste von Lydien, ungefähr 11 EKm nordwestlich von Ephesus, war zur Zeit ihrer Blüte im Besitz einer beträchtlichen Seemacht und trefflicher Reiterei, wurde von Gyges, während des Peloponnesischen Kriegs von den Persern und später noch einigemal erobert und sank zuletzt durch die Vergrößerung von Ephesus. Die Hafenstadt von K. war Notion, bekannt durch die Seeschlacht der Athener 407 v. Chr. Sstlich davon lag ebenfalls ganz in der Nähe an der Küste die Stadt Klaros mit dem berühmten Heiligtum und Orakel des Apollon Klarios. Auch gewann man bei K. ein schon von den Alten geschätztes Harz, das Kolophonium.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 427Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei