FeedKongsberg
ErdkundeBrockhaus 1882

Kongsberg, die größte norweg. Bergstadt, im Amte Buskerud des Stifts Kristiania, 84 km im WSõW. von Kristiania, in dem engen Thale des Laagen und am Fuße des 900 m hohen Jonsknuden gelegen, ist Sitz des norweg. Bergamts und der königl. Münze und steht durch die Zweigbahn K.⸗Hougsund mit dem norweg. Eisenbahnnetze in Verbindung. Die Stadt hat eine Mittelschule, ein Eisenwerk, eine Gewehrfabrik, eine Pulverfabrik und zählt (1875) 4357 E. Sie verdankt ihr Entstehen den 1623 entdeckten Silbergruben, welche die einzigen Norwegens sind und jetzt für Rechnung des Staats bearbeitet werden. Nachdem das Bergwerk gegen Ende des 18. Jahrh. eine stets sich mindernde Ausbeute gegeben, blieb es 1805—16 liegen, wurde dann wieder aufgenommen und lieferte in neuester Zeit (1868—79) jährlich durchschnittlich 3600 kg reines Silber. Die besten Gruben liegen auf der Westseite des Laagen in dem Gebirgszuge Stor-Aasen. Etwas über 3 Kmthalabwärts von K. bildet der Laagen einen über 40 m boge schönen Wasserfall, den Labrofos. ongsvinger, früher Leiren (edas Lagero), Stadt im norweg. Amte Hedemarken, am Glommen, Station (2 km vom Ort) der Eisenbahn Kristiania-Stockholm gelegen, war seit 1683 bis zur schwed.⸗ norweg. Union als Grenzfestung von Bedeutung und zählt (1880) 1200 CE.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 461Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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