Kristiaus Amt bildet den westl. Teil des Hamarstifts im südl. Norwegen, grenzt im N. an Romsdals und Trondhjems Amter, im O. an Hedemarkens Amt, südlich an Akershus und Buskeruds Amter, westlich an Bergenhus Amt, ist 26 852 qkm groß und zählt (1875) 115814 CE. Mehr als 72 Proz. liegt wenigstens 650 m über dem Meere und nur 2½ Proz. weniger als 160 m hoch. In K. liegen die höchsten Gipfel der norweg. Fjelde: Store Galdhöpiggen (2560 m) und Glittertind (2550 m), beide in Gudbrandsdalen. Der Hauptfluß ist der in den Mjösensee mündende Lougen. Das Hauptgewerbe der Einwohner ist die Landwirtschaft, obgleich die Höhenlage des Landes gar oft Mißernten schafft; bei weitem gedeihlicher ist die Viehzucht (namentlich Pferde von der vorzüglichen norweg. Rasse). Die Wälder, wenn auch stark gelichtet, gewähren noch eine reiche Ausbeute. Mjösen und die vielen Gebirgsgewässer liefern Fische in Fülle. Von Metallen gibt es kaum eine Spur; Schiefer⸗ und Kalklager werden aber ausgebeutet. Die Großgewerbe sind sehr spärlich vertreten; die Glashütte von Hadeland nimmt den ersten Platz ein. Die Bauern sind im Holzschneiden sehr geschickt. Die Länge der Wege beträgt 1621,5 km. I Mjösen sind fünf Dampfschiffe in regelmäßiger Fahrt, auf Randsfjord zwei. Das Amt ist in fünf Vogteien geteilt: Nord⸗ und Südgudbrandsdalen, Toten, Hadeland und Valders. Es hat nur zwei kleine Städte: Lillehammer an der Nordspitze Mjösens (1551 E.) und Gjövik (1051 E.).