FeedKonsularmünzen (nummi consularées)
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Konsularmünzen (nummi consularées), Familienmünzen, nennt man diejenigen röm. Münzen, welche zur Zeit der Republik geprägt worden sind. Sie sind viel seltener als die röm. Kaisermünzen, weil man sie ihres bessern Gehalts wegen oft eingeschmolzen und umgeprägt hat. Die Mehrzahl führt auf dem Avers den gehelmten Kopf der Roma, oder Bellona, oder den Romulus, Hercules, Janus u. s. w., auf dem Revers die Victoria, oder Castor und Pollux, oder ein Viergespann, Opfer, Gebäude u. s. w., auch wurden die Thaten der Vorfahren der Konsuln, ihre Abstammung und sonstige Beziehungen ihrer Familie durch bildliche Darstellungen versinnlicht. In den Umschriften sind die Familiennamen der Konsuln, oft auch nur die Zunamen ausgedrückt. Vgl. Cohen, Description générale des monnaies de la république Romainen (3 Bde., Par. 1857).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 500Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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