Kontaktgänge nennt man solche Mineral⸗ und zwar namentlich Erzgänge, welche auf der Grenze zwischen einem Eruptivgestein und dessen Nebengestein, also auf dem Kontakt beider aufsetzen. Die Spalten, welche zur Bildung dieser K. Veranlassung gaben, lassen sich zuweilen darauf zurückführen, daß sich das ursprüngliche Volumen des Eruptivgesteins infolge seiner Abkühlung verringerte, sodaß an seiner äußern Umgrenzung kluftartige Hohlräume entstanden. Diese wurden später durch Zufuhr mineralischer Lösungen ausgefüllt und in Gänge umgestaltet.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 503Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei