Kontaktmetamorphosen nennt man alle diejenigen Veränderungen, welche ein älteres Gestein durch die Berührung mit einem jüngern glutflüssig empordringenden Eruptivgestein (. d.) erlitten hat. Hierher gehört unter anderm die Verglasung und Frittung, welche vulkanische Gesteine (3. B. Basalte) „In an den von ihnen umschlossenen Bruchstücken des Nebengesteins, als auch an letztern selbst hervorgerufen haben, ferner die Vercokung der Braunkohle und Steinkohle zu Anthraeit und graphitischer Substanz durch Basalt, Trachyt, Melaphyr und Porphyr, endlich die Umwandlung gemeiner, dichter Kalksteine in schneeweißen Marmor. Komplizierter Natursinddiejenigen K., die nicht, wie die obigen, durch trockene Hitze, sondern durch die in der glutflüssigen Gesteinsmasse emporgeführten überhitzten Wasser hervorgebracht worden sind. Sie sind zum Teil verbunden mit der Imprägnation des Nebengesteins durch sog. Kon⸗ „taktmineralien (Granat, Vesuvian, Skapolith, Spinell u. a.). Letzteres ist namentlich dort der Fall, wo Eruptivgesteine Kalksteine durchsetzen; Grauwacken, Thonschiefer und Phyllite pflegen hingegen, und zwar vorzüglich im Kontakt mit Graniten, durch letztere im Hornfels, Andalusitglimmerfels, Frucht- und Fleckschiefer umgewandelt zu werden (Vogesen, Erzgebirge, Harz u. a. O.).