Kopp (Jos.), österr. Parlamentarier, geb. 1827 in Wien, studierte die Rechte an der wiener Universität, widmete sich dem Advokatenstande, trat 1867 in den wiener Gemeinderat, dem er durch mehr als ein Jahrzehnt angehörte, und wurde 1868 von dem niederösterr. Landgemeindebezirk Waidhofen a. d. Thaya in den Landtag und in den Landesausschuß gewählt. Seit Einführung der direkten Wahlen 1873 gehört K. auch dem Reichsrat an, bis 1884 als Vertreter des sechsten wiener Bezirks (Vorstadt Mariahilf), dann als Kurandas Nachfolger vom ersten Stadtbezirk Wiens gewählt. Als Führer des Fortschrittsklubsy im Reichsrat, später als einer der Fraktionsvorstände der avereinigten Linkene hat K. eine einflußreiche parlamentarische Stellung inne.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 522Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei