Koprolithen (grch.) nennt man die in fossilem Zustande erhaltenen Exkremente urweltlicher Tiere, in welchen man bisweilen Fischschuppen oder Knochensplitter, kleine Knochen und Zähne als Mahlzeitreste erkennt. Sie erscheinen gewöhnlich als rundliche, gelblichweiße oder braune Massen, die häufig auf ihrer Oberfläche gewundene Linien zeigen, welche von den Klappen und Falten des Enddarms herrühren. Man findet sie teils vereinzelt in den Knochenhöhlen, z. B. in der Höhle von Kirkdale in Norken und dann gleichen sie den Exkrementen der jetzt ebenden Raubtiere, teils enthalten sie Reste von schen, rühren in diesem Falle entweder von großen aubfischen oder von den gewaltigen Eidechsen (Sauriern) der Urwelt her und kommen dann als Einschlüsse weit ausgebreiteter Schichten vor. Der bedeutende Phosphorgehalt hat ihre Ausbeutung als Düngemittel herbeigeführt. Als eine koprolithische, jedoch der Gegenwart angehörende Bildung lann man auch den Guano (s. d.) betrachten.