Kos, auch Koos, früher Meröpis, eine meist zu den Sporaden gezählte Insel im Agäischen Meere an der kleinasiat. Küste, den Städten Halikarnaß und Knidos gegenüber, war im Altertum berühmt durch trefflichen Wein und durch Weberei leichter und durchsichtiger Gewänder, besonders aber durch den prächtigen Tempel des Asklepios, welcher in der Vorstadt der gleichnamigen Hauptstadt K. errichtet war und das Gemälde der Venus Anadyomene von Apelles nebst andern wertvollen Weihgeschenken enthielt. überhaupt war die ganze Insel dem Asklepios heilig, und die Asklepiaden behaupteten hier lange Zeit den ersten Rang; auch war sie der Geburtsort des Arztes Hippokrates und des Dichters Philetas. Gegenwärtig steht die Insel unter türk. Herrschaft, gehört zum Vilajet Dschesairi Bahri Sefid, führt den Namen lital.) Stanko oder (türk.) Istanköi, hat bei einem Flächenraum von etwa 250 àkm ungefähr 20000 E. und erzeugt große Mengen Citronen, Getreide, sowie auch Baumwolle, Seide und Wein.