Enos, Stadt im türk. Vilajet Adrianopel, am Agäischen Meere und östlich von der Mündung der Maritza, von Sümpfen umgeben und deshalb ungesund, mit einem nur für kleinere Fahrzeuge zugänglichen, längst verschlammten Hafen. Ihre auf 6— 7000 geschätzten Bewohner, zu etwa gleichen Teilen Muselmanen und Griechen, treiben Handel mit den Landesprodukten wie auch Fischerei und Schiffahrt auf dem Agäischen Meere und auf der Maritza. C. ist die alte, schon von Homer erwähnte griech. Stadt Anos, eine äolische Kolonie, welche eitweilig den ersten Ptolemäern gehörte, während er byzant. Zeit Metropolis (Sitz eines Erzbischofs) war und vom 7. Jahrh. bis 1204 zum Thema Macedonien gerechnet wurde. Ende des 14. Jahrh. war es im Besitz der Gatelusii, Herren von Lesbos (Metellino). (Beiname des Poseidon.