Kossak (Karl Ludw. Ernst), geistvoller Kritiker und Feuilletonist, geb. 4. Aug. 1814 zu Marienwerder, erhielt seine Gymnasialbildung zu Danzig und studierte in Berlin Philologie. Eine Sammlung seiner Novellen („Genrebildero) erschien 1839 (Berl.). Später kultivierte er namentlich mit großem Erfolg das pikante berliner Feuilleton. Gesammelt erschienen von ihm (Berlin und die Berliner» (Berl. 1851), Aus dem Papierkorbe eines Iner uhene (Berl. 1852; 2. Aufl. 1859), Beriner Silhouettend (Berl. 1859), Berliner Federzeichnungeno (6 Tle., Berl. 1859—65; neue Aufl. 1875). Diesen Schriften schließen sich an: »Aus dem Wanderbuche eines litterarischen Handwerksburscheno (Berl. 1856), «Historiettend (Berl. 1856; 2. Aufl. 1859), „Badebildery (Berl. 1858), Schweizerfahrten » (Lpz. 1857), „(Pariser Stereoskopenv (Berl. 1855), «Reisehumoresken » (2 Bde., Berl. 1862). Auch gab er nach mündlichen Berichten des Malers Ed. Hildebrandt dessen Reise um die Erder (7. Aufl., Berl. 1882) heraus. Die Redaction der von ihm 1854 gegründeten Wochenschriften Berliner Montagsposty gab er 1868 auf. Er starb 3. Jan. 1880. Vgl. Rutari, Ernst K.y (Berl. 1884.)