FeedLehmann (Karl Ernst Rudolf Heinrich)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Lehmann (Karl Ernst Rudolf Heinrich), namhafter Maler der franz. Schule, geboren zu Kiel 14. April 1814, empfing den ersten Unterricht in der Malerei von seinem Vater, dem Miniaturmaler Leo L. Im J. 1831 ging er nach Paris, trat in das Atelier von Ingres ein und ging dann zeitweilig nach München und Rom. Aufsehen machte sein junger Tobias; ihm folgte die Geißelung und eine große Anzahl anderer Gemälde, unter denen namentlich die Oceaniden bekannt wurden. Namentlich als Porträtmaler war L. sehr bedeutend. Er wurde 1864 Mitglied der Académie des beaux arts und Professor an der Kunstschule zu Paris, welches Amt er jedoch nach einigen Jahren niederlegte. Er starb zu Paris 30. März 1882. Gemälde von ihm sind noch die histor. Fresken des Lurembourg, die Dekoration der Kirche St. Germain des Pres, eine heil. Katharina, Hamlet und Ophelia u. a.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 904Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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