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HeilkundeBrockhaus 1882

Kranken, bevor ihn der Arzt sah (Anamnesis), teils durch die Aufnahme des Zustandes, in welchem sich der Kranke befindet (status praesens), mittels der verschiedenen Untersuchungsmethoden. In früherer Zeit war man dabei auf die Besichtigung (inspectio), das Befühlen (palpatio) u. dgl. beschränkt, in neuerer Zeit bedient man sich hierzu vorwiegend der sog. physikalischen Untersuchungsmittel, d. h. man beklopft (Perkussion) und behorcht (Auskultation) den Körper mit besondern Instrumenten (Plessimeter, Stethoskop), umaus dem Gehörten den anatom. Zustand der untersuchten Organe zu ermitteln, man bestimmt die Körpertemperatur, das Gewicht, untersucht die Krankheitsprodukte vermittelst schem. und optischer Hilfsmittel (Mikroskop) u. s. w. Die Symptomengruppe führt dann zur Erkennung oder Diagnose (s. d.) der K. An die erste Untersuchung schließt sich weiter die fortlaufende

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 578Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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